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Allergien

Überreaktionen des Immunsystems

Der Name Allergie setzt sich aus dem griechischen Alloes (anders) und Ergos (Reaktion) zusammen. Bei einer Allergie reagiert der eigene Körper auf mindestens eine Substanz, ein üblicherweise harmloser Umweltstoff, über die Maßen.

 

Was ist eine Allergie?

Der Name Allergie setzt sich aus dem griechischen Alloes (anders) und Ergos (Reaktion) zusammen. Bei einer Allergie reagiert der eigene Körper auf mindestens eine Substanz, ein üblicherweise harmloser Umweltstoff, über die Maßen. Wissenschaftler bezeichnen das als eine veränderte Reaktion auf ein Antigen (Allergen), wobei der sensibilisierte Organismus bei wiederholtem Kontakt mit einer krankhaften Reaktion antwortet. Das körpereigene Abwehrsystem stuft das Allergen als gefährlich ein und setzt dann einen Abwehrprozess in Gang. Diese Reaktion äußert sich oft in entzündlichen Symptomen.

Was verursacht eine Allergie?

In Industrienationen wird die Zahl der Allergiker auf bis zu 25 % der Bevölkerung geschätzt! Auslöser von Allergien sind die Allergene. Dabei reagiert das Immunsystem mit einer fehlgeleiteten Antwort. Ursachen dafür können genetische Faktoren sein. Wenn die Eltern Allergien haben, ist das Risiko für Kinder ebenfalls eine Allergie zu bekommen sehr groß. Die Hygienehypothese führt die Zunahme von Allergien darauf zurück, dass das Immunsystem (vor allem in der Kindheit) in unserer „sauberen“ westlichen Umwelt unterfordert ist und daher überreagiert. Weiters stehen Umweltverschmutzung, der Rückgang parasitärer Erkrankungen, erhöhte Allergenexpositionen und veränderte Lebensgewohnheiten im Verdacht Auslöser für Allergien zu sein. Allergene können über die Atmung (z.B. Pollen), die Haut (z.B. Haare), den Mund (z.B. Erdbeeren) oder über Stiche (z.B. Bienenstich) in den Körper gelangen. Prinzipiell kann jeder Mensch (auch in späteren Lebensjahren) an Allergien erkranken.

Welche Symptome haben Allergiker?

Bei Allergikern sind sehr oft die Schleimhäute und die Haut betroffen. Antikörper werden freigesetzt und führen in der Reaktion mit den betroffenen Stellen zur Ausschüttung von Hormonen, welche in der Folge Reaktionen auslösen. Diese Reaktionen äußern sich dann in juckenden Hautausschlägen, Verengung der Atemwege, tränenden Augen, Durchfällen oder anschwellenden Schleimhäuten. Wenn das Immunsystem einmal reagiert, wird die Antwort darauf gespeichert und bei jedem weiteren Kontakt wiederholt. Die häufigsten Allergien sind in unseren Breiten Heuschnupfen (Pollenallergie), Neurodermitis (Ekzemerkrankung der Haut), allergisches Asthma, Haustierallergien, Nahrungsmittelallergien und Hausstaubmilbenallergie.

Was können Allergiker tun?

Der erste Weg sollte zum Arzt führen, um die Art und Intensität der Allergie festzustellen und die geeignete Therapie festzulegen. Wenn man weiß, welche Allergie man hat, ist die einfachste Methode den Kontakt mit dem Allergen zu vermeiden. Das macht vor allem bei Nahrungsmittelallergien und Tierallergien Sinn. Hausstaubmilben kann man z.B. durch spezielle Bettwäsche und Hygienemaßnahmen bekämpfen. Ist dies nicht oder nur begrenzt möglich, dann können Antihistamine, Cortison oder Antiallergika hilfreich sein. Eine Impfkur, die sogenannte Hyposensibilisierung, zielt auf die Ursachen der immunologischen Fehlreaktion ab. Dabei wird der Körper mit steigenden Mengen des Allergens konfrontiert und entwickelt so allmählich eine Toleranz.

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