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Amaranth

Kraftreiche Lebensmittel

Amaranth wird gerne als Getreideersatz gepriesen, dabei ist es gar kein Getreide. Es gehört nämlich zur Gruppe der Pseudogetreide und zur Familie der Fuchsschwanzgewächse.

Powerkorn aus Südamerika

Amaranth wird gerne als Getreideersatz gepriesen, dabei ist es gar kein Getreide. Es gehört nämlich zur Gruppe der Pseudogetreide und zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Bis zu 50.000 kleine Körner (kleiner als Senfkörner) können in einer Pflanze heranreifen. Dabei enthalten die kleinen Samen einen Nährstoffreichtum, an den kein herkömmliches Getreide herankommt. Amaranth ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Schon die Mayas, Inkas und Azteken erkannten vor etwa 9.000 Jahren die Vorzüge von Amaranth. Sie waren es, die die Pflanze als erste kultivierten und denen die Samen und Blätter der Pflanze als Grundnahrungsmittel dienten. Die Spanier haben die Nutzung der Pflanze im 16. Jahrhundert per Todesstrafe verboten und so geriet Amaranth lange Zeit in Vergessenheit. Heute werden auch die Blätter wieder als Gemüse genutzt. Dabei erinnert der Geschmack an Spinat. Amaranth kann problemlos auch in Europa angebaut werden, da es relativ anspruchslos ist, was den Boden betrifft.

So viele wertvolle Inhaltsstoffe

Amaranth enthält viele ungesättigte Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure und Linolsäure, die der Körper braucht. Ebenso Lecithin, das für die Fettverbrennung wichtig ist und beim Aufbau vom Nervengewebe hilft. Der hohe Ballaststoffanteil sorgt für eine intakte Darmtätigkeit und fördert das Sättigungsgefühl. Bis zu 18 Prozent eines Samens sind mit wertvollem Protein gefüllt. Darin sind sämtliche essentiellen Aminosäuren (auch Lysin) enthalten. Das ist für Veganer und Vegetarier interessant, denen Amaranth als wichtiger pflanzlicher Eiweißlieferant dient. Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink sind in einer Konzentration enthalten, die Getreide blass aussehen lässt. Nur in einem Belang hat Amaranth weniger zu bieten als Getreide. Der Gehalt an Kohlehydraten ist deutlich geringer. Das ist vor allem für Menschen interessant, die Kohlenhydrate in ihrer Ernährung reduzieren wollen. Dazu sind die enthaltenen Kohlenhydrate schnell für den Körper verwertbar.

Amaranth in der Küche

Mit Amaranth kann man viele schmackhafte Speisen zubereiten. Natürlich wird es als Pseudogetreide zum Brotbacken verwendet. Dabei kann es aber nur ca. 1/3 des Mehls ersetzen. Mit gemahlenem Amaranth kann man auch Süßspeisen, Müslis, Kekse oder Obstsalate verfeinern. Es eignet sich weiters als Beilage zu Gemüsegerichten oder in Suppen, als Salatgrundlage oder als Zutat im Gemüseauflauf. Die Blätter werden wie Spinat zubereitet. Sie sind im Gegensatz zu Spinat arm an Nitrat und Oxalat. Der Geschmack lässt sich mit einer Kombination aus Mangold und Rucola vergleichen.

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