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Das Ganghofer Museum

Von der Dorfschule zum Kulturhaus

Ludwig Ganghofer lebte von 1855 bis 1920 und war ein Schriftsteller, der vor allem durch seine Heimatromane berühmt wurde. Er verkehrte in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen, war Deutscher und lebte in München aber auch über 20 Jahre in seinem Jagdhaus Hubertus bei Leutasch in Tirol.

 

Wer war Ludwig Ganghofer?

Ludwig Ganghofer lebte von 1855 bis 1920 und war ein Schriftsteller, der vor allem durch seine Heimatromane berühmt wurde. Er verkehrte in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen, war Deutscher und lebte in München aber auch über 20 Jahre in seinem Jagdhaus Hubertus bei Leutasch in Tirol. Viele bekannte Werke hat er hier verfasst, so auch sein Vorzeigewerk „Das Schweigen im Walde“. Später wurde er Kriegsberichterstatter (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz) und von patriotischem Gedankengut geprägt. Bekannt ist seine Mitgliedschaft bei der Nationalistischen Deutschen Vaterlandspartei, der übrigens auch Ludwig Thoma beigetreten war. Im Mittelpunkt seines Schaffens stand jedoch, auch in dieser von Nationalismus und Krieg geprägten Zeit, die Literatur. Er war zu seiner Zeit der meistgelesene und meistverfilmte deutschsprachige Autor und Förderer vieler junger Literaten aus allen Genres.

Das Kulturhaus Ganghofermuseum

Das jetzige Kulturhaus Ganghofermuseum war früher eine alte Dorfschule. Dort in den Klassenräumen der ehemaligen Schule kann man heute das Leben Ludwig Ganghofers, die Jagd und die Dorfgeschichte entdecken. Außerdem ist hier auch die öffentliche Bücherei beheimatet. Wechselnde Sonderausstellungen und vielfältige Kulturveranstaltungen werden hier ebenfalls abgehalten. Es ist für Kulturinteressierte immer einen Besuch wert.

Es fliehn des Schattenreichs Gespenster

"Es fliehn des Schattenreichs Gespenster
Man sagt, ich soll gerettet sein,
O öffnet mir die weiten Fenster
Und lasst den Tag zu mir herein!

Wie lange musst' ich dich vermissen,
Du helles, warmes Sonnenlicht!
Ich sah ja nur aus meinen Rissen
Bezahlten Leuten ins Gesicht.

O Mutter, wärst du hier gewesen,
Wie wäre von des Fiebers Brand
Dein armer Sohn so bald genesen,
Gepflegt von deiner weichen Hand!

Nun ist es freilich auch vertrieben,
Der Fieberträume wildes Heer –
Jedoch mein Herz ist krank geblieben,
Gesundet wohl auch nimmermehr."

Gedicht von Ludwig Ganghofer


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