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Diagnose von Nahrungsmittelintoleranzen

Wie stellt man Unverträglichkeiten fest?

Nahrungsmittelintoleranzen sind Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel oder darin enthaltene, spezifische Inhaltsstoffe. Etwa zwei bis vier Prozent der Bevölkerung Österreichs und Deutschlands leiden an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. 

Allgemeines zu Nahrungsmittelintoleranzen

Nahrungsmittelintoleranzen sind Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel oder darin enthaltene, spezifische Inhaltsstoffe. Etwa zwei bis vier Prozent der Bevölkerung Österreichs und Deutschlands leiden an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Dabei ist die Lactoseintoleranz (Unverträglichkeit von Milchzucker) die häufigste Unverträglichkeit. Weitere Intoleranzen wie Fructoseintoleranz (Fruchtzuckerunverträglichkeit), Histaminintoleranz oder Glutenintoleranz sind in steigenden Zahlen vertreten. Die Symptome reichen von Hautreaktionen, Beschwerden des Verdauungstraktes, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen bis zu Koliken und Nesselsucht. Nahrungsmittelintoleranzen bleiben oft lange unentdeckt. Ein Test beim Arzt kann Klarheit bringen. Dabei kommen verschiedene Diagnosemethoden zum Einsatz, je nach Art der Unverträglichkeit.

Provokationstest

Eine bewährte Methode, um Unverträglichkeiten festzustellen, ist der Provokationstest. Dies ist nichts anderes als ein Ausschlussverfahren. Man kann es ganz einfach als Selbsttest durchführen. Dabei reduziert man die Ernährung für eine Woche auf Kartoffeln und Reis. Verschwinden die Symptome, dann handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Um festzustellen, welches Lebensmittel dafür verantwortlich ist, nimmt man schrittweise Lebensmittel hinzu. So kann der Auslöser relativ einfach festgestellt werden. Bei einem konkreten Verdacht auf Laktose-, Fructose- oder Glutenintoleranz kann man einfach die entsprechenden Lebensmittel (ohne diese Wasser-Kartoffel-Reis-Diät) weglassen, um zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen. Im Unterschied zu Allergien stehen bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten vor allem Schleimhautschwellungen, Hautreaktionen und bronchiale Symptome im Vordergrund. Völlige Klarheit bringt aber nur der Besuch beim Arzt.

Wie diagnostiziert der Arzt?

Es ist nicht einfach eine Unverträglichkeit gegenüber Nahrungsmitteln festzustellen. Der Arzt braucht vorab Informationen über Lebensstil, Familiengeschichte und Symptome des Patienten. Gibt es dann noch keinen konkreten Verdacht setzt der Mediziner auf ein Ernährungstagebuch, das man einige Wochen führen sollte. Mittels Haut- und Bluttests entsteht ein Gesamtbild, welches die Diagnose möglich macht oder den Verdacht bestätigt.

Atemtest

Der sogenannte H2-Atemtest kommt bei der Diagnose von Fructose- und Lactose-Unverträglichkeiten zum Einsatz. Bestehen solche Intoleranzen, dann wird der jeweilige Zucker im Dünndarm unzureichend zersetzt und erst im Dickdarm durch Bakterien verstoffwechselt. Dabei entsteht Wasserstoff (H2), den man mit einem Atemtest in der Atemluft nachweisen kann.

Bluttest

Bluttests sind bei Histaminintoleranz und Glutenunverträglichkeit gute Diagnosemethoden. Antikörper im Blut geben Hinweise auf die Glutenunverträglichkeit. Bei der Histaminintoleranz wird der Histamin- und Diaminoxidase-Spiegel im Blut festgestellt. Diese Werte werden dann in Relation gesetzt und die „Units per Milliliter“ geben gute Hinweise auf eine Unverträglichkeit.

Dünndarmbiopsie

Eine der sichersten und anerkanntesten Methoden bei Glutenintoleranz und Zöliakie ist die Dünndarmbiopsie. Dabei werden kleine Gewebeproben im Rahmen einer Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung entnommen. Diese Proben werden dann unter dem Mikroskop untersucht und etwaige Veränderungen an den Dünndarmzotten festgestellt.

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