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Einzigartiges Projekt in der Olympiaregion

Rundumservice für Langläufer

Sicherheit ist oberstes Gebot: Thomas Widerin leitet das österreichweit einzigartige Projekt „Loipenservice“, das zu Weihnachten in der Olympiaregion Seefeld startet und Langläufern außergewöhnliches Service bietet!

 

Sicherheit ist oberstes Gebot: Thomas Widerin leitet das österreichweit einzigartige Projekt „Loipenservice“, das zu Weihnachten in der Olympiaregion Seefeld startet und Langläufern außergewöhnliches Service bietet!

Herr Widerin, weshalb haben Sie sich dem Thema Sicherheit auf Loipen und Skipisten verschrieben?

Ich war 36 Jahre im Polizeidienst tätig, davon 17 Jahre bei der Alpinpolizei, großteils in Seefeld. Vor 18 Jahren habe ich dann bei der Flugrettung des ÖAMTC begonnen. Ich stamme aus Seefeld und habe schon vor einigen Jahren angefangen, beim gesamten Seefelder Plateau die Pistenrettung und die Loipenrettung zu vereinheitlichen.

Als Flugretter und Alpinpolizist habe ich gesehen, dass jeder in der Region die Einsätze unterschiedlich abgewickelt hat und begonnen, mit den Skigebieten und der Leitstelle Tirol ein Konzept zu erstellen, wie in der Olympiaregion die Rettungsabläufe vereinheitlicht werden können. Wir waren dann in Tirol die ersten, die ein einheitliches System etabliert haben, mit der gleichen Schulung, gleichem Material und gleichen Einsatzabfolgen. 

Was ist dann passiert?

Vor vier Jahren hat die Wirtschaftskammer Tirol – Abteilung Seilbahnwirtschaft – mich daraufhin eingeladen, eine Ausbildung für kleine und mittelgroße Skigebiete anzubieten, bei der genau dieses Konzept unterrichtet wird. Diese wird sehr gut angenommen!

Seit diesem Jahr bin ich nun vom Tourismusverband der Olympiaregion Seefeld angestellt, um den Bereich „Sicherheit und Qualität betreffend Loipen und Bike“ zu betreuen. Im Auftrag des Tourismusverbands habe ich nun ein neues Konzept „Loipenservice“ erarbeitet, in dem auch die Loipenrettung enthalten ist. In den vergangenen vier Monaten haben wir daran intensiv gearbeitet und das Loipenservice in der Region komplett revolutioniert. 

Was beinhaltet dieses neue Konzept?

Wir in der Olympiaregion wollen künftig nicht nur die besten Loipen bieten, sondern auch das beste Gesamtservice am Gast! Unser Ansatz ist österreichweit einzigartig: Es wird für den Winter ein eigenes Team angestellt, das zuständig ist für die Ticketkontrollen direkt an der Loipe, die gesamte Loipenrettung sowie alle sicherheitstechnischen Belangen wie etwa das Absperren von Gefahrenstellen und Beschilderungen. 

Auch alle Arten von Service für die Langläufer sind inbegriffen – so sind alle Mitarbeiter mit Werkzeug, Tee und Kartenmaterial ausgestattet, müssen das Loipennetz sehr gut kennen.

Welche Vorteile hat diese neue Vorgangsweise?

Unser Team wird drei Monate lang intensiv in den verschiedenen Bereichen ausgebildet und ist auf unterschiedlichen Gebieten einsetzbar. Wir arbeiten eng mit der Rettungsleitstelle zusammen und haben zu Beginn des Projektes das komplette Loipennetz neu vermessen, mit rund 1200 neu vermessenen Punkten, die dann mit der Leitstelle verlinkt wurden. Das bedeutet, dass neben dem Loipenrettungsteam auch ein fremder Hubschrauber im Falle eines Einsatzes exakt zum Ziel findet! Das Konzept können im Sommer 1 zu 1 auf den Radbetrieb umgestellt werden. 

Von den insgesamt sieben Personen unseres Teams sind mindestens drei zu allen Öffnungszeiten im Gebiet unterwegs. Wenn es einen Unfall gibt auf der Loipe muss schnell gehandelt werden, da die Leute verschwitzt sind und ansonsten rasch unterkühlt werden. Unser Team kann nach der Alarmierung in maximal 15 Minuten an jeder Stelle des Loipennetzes vor Ort sein. Unterstützt werden wir dabei von den örtlichen Bergrettungen, die in das Projekt mit eingebunden sind. Wir freuen uns auf den Start!



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