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Gemeinwohlökonomie im Leutascherhof – Teil 3

Christian Wandl im Gespräch

Der Leutascherhof schließt aktuell seine erste Gemeinwohlökonomie-Bilanz ab: „Bio“ und „Nachhaltigkeit“ sind hier nicht bloß Schlagworte, sondern werden in allen Prozessen und Abläufen des Hauses mit Leben erfüllt. Christian Wandl erzählt uns, wie es zu dieser besonderen Bilanz kam!

Der Leutascherhof schließt aktuell seine erste Gemeinwohlökonomie-Bilanz ab: „Bio“ und „Nachhaltigkeit“ sind hier nicht bloß Schlagworte, sondern werden in allen Prozessen und Abläufen des Hauses mit Leben erfüllt. Christian Wandl erzählt uns, wie es zu dieser besonderen Bilanz kam!

Lieber Christian, seit wann und weshalb beschäftigt ihr euch im Leutascherhof mit Gemeinwohlökonomie?

Die Themen Bio und Nachhaltigkeit werden in unserer Unternehmensphilosophie tatsächlich jeden Tag gelebt. Seit der Umstellung auf 100 % Bio haben sich nicht nur die Abläufe im Betrieb, sondern auch wir selbst als Inhaber stark weiterentwickelt. Daher war es nur eine logische Konsequenz, dass wir uns auch mit Gemeinwohlökonomie auseinander setzen.

Unsere erste Bilanz wird im April 2018 fertig gestellt und ist dann auch öffentlich einsehbar.

Was bedeutet Gemeinwohlökonomie und wie kam die aktuelle Bilanz zustande?

Christian Felber, ein österreichischer Aktivist und Autor, hat den Begriff der Gemeinwohlökonomie in den letzten Jahren geprägt. Seine Konzepte dienen als als Grundlage für die Gemeinwohlökonomie-Bilanz, die in Form eines freiwilligen Berichts verfasst wird.

Hier findet man Infos zu Christian Felber und seiner Arbeit: https://www.youtube.com/watch?v=cVFvyd7SmxU

Im Prinzip handelt es sich um eine alternative Bilanz, bei der eben nicht nur finanzielle Aspekte aufscheinen, sondern auch hinter die Kulissen geschaut wird. Wie geht ein Betrieb mit den eigenen Mitarbeitern um? Mit den Lieferanten? Mit den Gästen? Mit den Mitbewerbern aus der Region? Der in einem Jahr geschaffene Mehrwert an sozialen, nachhaltigen, solidarischen und ethischen Investitionen und Abläufen wird beleuchtet.

Der Bericht ist nach Abschluss transparent und offen einsehbar. Er gliedert sich zum Beispiel in die Kapitel „Menschenwürde in der Zulieferkette“, „Solidarität und Gerechtigkeit in der Zulieferkette“, „Ökologische Nachhaltigkeit in der Zulieferkette“, „Transparenz und Mitentscheidung“, „Menschenwürde am Arbeitsplatz“.

Und wie lautet das Fazit nach dieser ersten Bilanz?

Wir sind die ersten, die sich in der Region mit dem Thema Gemeinwohlökonomie auseinandersetzen. Insofern war es für uns auch spannend und interessant, in alle geforderten Fragen zu beantworten und einmal unseren Ist-Stand abzubilden.

Wir wollen uns stetig weiterentwickeln, auch dazu soll der Bericht dienen! Einerseits wollen wir als Leutascherhof transparent auftreten und unseren Gästen, Mitarbeitern und Partnern die Möglichkeit bieten, sich auch über diese wichtigen Punkte im Haus zu informieren. Andererseits dienen die vielleicht noch nicht so ausgefeilten Punkte unserer Weiterentwicklung. Wir sind stolz auf alles, was wir in den vergangenen Jahren bereits geschafft haben, wollen uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen!

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