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Gemeinwohlökonomie im Leutascherhof

Erstmals eine besondere Bilanz

Beim Leutascherhof steht das Wort „Bio“ nicht nur im Namen – über alle Prozesse und Abläufe in und ums Haus machen sich Christian Wandl und sein Team Gedanken. Erstmals wird neben der normalen Bilanz auch eine Gemeinwohlökonomie-Bilanz erstellt.

Beim Leutascherhof steht das Wort „Bio“ nicht nur im Namen – über alle Prozesse und Abläufe in und ums Haus machen sich Christian Wandl und sein Team Gedanken. Erstmals wird neben der normalen Bilanz auch eine Gemeinwohlökonomie-Bilanz erstellt.

„Die Idee, eine solche ´alternative Bilanz´ für unser Haus zu verfassen, war schon länger da – wir haben uns nun erstmals dazu entschlossen, diesen freiwilligen Bericht zu schreiben. Seit der Umstellung auf 100 % Bio haben sich nicht nur die Abläufe in unserem Betrieb, sondern auch wir selbst als Inhaber stark weiterentwickelt“
, so Leutascherhof-Gastgeber Christian Wandl. 
„Das Thema Nachhaltigkeit ist in unserer Unternehmensphilosophie nicht nur ein Schlagwort sondern wird Tag für Tag gelebt. Daher war es nur eine logische Konsequenz, dass wir uns über kurz oder lang auch mit Gemeinwohlökonomie auseinander setzten.“

Hier findet man Informationen zur Gemeinwohlökonomie nach Christian Felber, die als Grundlage des Berichts dient: https://www.youtube.com/watch?v=cVFvyd7SmxU

Transparenter Bericht

Der Bericht ist nach Abschluss transparent und offen einsehbar. Er gliedert sich nach Kriterien wie „Menschenwürde in der Zulieferkette“, „Solidarität und Gerechtigkeit in der Zulieferkette“, „Ökologische Nachhaltigkeit in der Zulieferkette“, „Transparenz und Mitentscheidung“ u.a.

Dazu schreibt Christian Wandl beispielsweise: „Wir wählen unsere Lieferanten nach den Punkten Bio, Qualität und Regionalität aus. Wir versuchen, hauptsächlich bei familiengeführten Unternehmen einzukaufen die wir auch persönlich kennen.“ 

Und weiter: Landwirte und regionalen Lieferanten besuchen wir regelmäßig persönlich und können uns hier selbst von der Einhaltung der Vorgaben überzeugen. Unser Großhändler ´Biogast´, über den wir ca. 30 % unserer Waren beziehen, verfügt über ein eigenes Kontrollsystem und fördert regionale, saisonale und nachhaltige (Label-)Produkte. Berücksichtigt werden  in der Lieferantenauswahl CSR Berichte, Zertifikate und Mitgliedschaften. 

Wir pflegen einen intensiven persönlichen Kontakt mit unseren Lieferanten und besuchen diese (spezielle im Regionalen) auch regelmäßig um mit ihnen über Produktqualität, Weiterentwicklungs-Möglichkeiten und auch über ihre Philosophie zu sprechen. Durch diesen persönlichen Kontakt, aber auch durch langfristige, verlässliche Zusammenarbeit, entsteht eine vernünftige Partnerschaft in der alle Beteiligten gut leben können.“

Solidarität und Ethik

In Sachen Solidarität in der Zuliefererkette zeigt der Leutascherhof in der Bilanz auf, dass nicht der niedrigste Preis ausschlaggebend ist: „Bei Preisverhandlungen steht nicht im Vordergrund, so billig wie möglich zu beziehen, sondern es werden die Preiswünsche des Partner akzeptiert. Es gibt auch keine über einen längeren Zeitraum fixierte Preise, damit auf verschiedene Umstände reagiert werden kann.“ 

Auch die ethische und soziale Haltung im Umgang mit Geldmitteln, sozial-ökologische Investitionen und Mittelverwendung sowie Eigentum und Mitentscheidung scheinen im Bericht auf: Christian Wandl: „Grundlage unseres Unternehmens ist es, seine Eigenmittel selbst zu erwirtschaften. Vor allem werden die Gewinne nicht aus dem Unternehmen abgezogen sondern immer wieder direkt investiert, somit werden die Eigenmittel von Jahr zu Jahr größer. Bei größeren Investitionen erfolgt die Finanzierung zu 100 % über eine Regionale Bank (Raiffeisenbank Seefeld-Leutasch-Reith-Scharnitz) welche eine Genossenschaft ist und regional verankert ist. Wir setzen bewusst auf einen Regionalen Finanzpartner, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt. Weiters engagiert sich unsere Bank sehr stark im sozialen und sportlichen Bereich.“

 

 

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