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Glutenintoleranz

Nahrungsmittelintoleranzen

Vorab sollte man anmerken, dass Glutenintoleranz keine Allergie ist und sehr selten vorkommt. Die Glutenintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten (Klebereiweiß)...

Was ist eine Glutenintoleranz?

Vorab sollte man anmerken, dass Glutenintoleranz keine Allergie ist und sehr selten vorkommt. Die Glutenintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten (Klebereiweiß). Gluten sind Proteine, die in großen Mengen in Weizen und Dinkel vorkommen. Als chronische Krankheit wird die Glutenintoleranz als Zöliakie bezeichnet. Eine nicht krankheitsbedingte Intoleranz gegenüber Gluten ist wissenschaftlich umstritten. Die Zöliakie ist geprägt von einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut und bleibt ein Leben lang bestehen. Dabei werden Darmepithelzellen zerstört. Die Symptome reichen von Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Depression bis zu einer verlangsamten körperlichen Entwicklung im Kindesalter.

Wie entsteht Zöliakie?

Zöliakie ist höchstwahrscheinlich in den meisten Fällen genetisch bedingt. Dabei entstehen lokale Immunreaktionen, die sich gegen Gluten und die eigene Darmschleimhaut richten. Eine Infektion mit dem Pilz Candida Albicans, erhöhter Alkoholkonsum oder Stress können die Entstehung der Zöliakie fördern. Betroffen sind ca. 0,5 bis 1 % der Bevölkerung in Industrienationen.

Was können Betroffene tun?

Der Weg zum Arzt ist der erste Schritt. Dieser führt bei Verdacht auf Zöliakie eine Antikörper-Diagnostik durch. Außerdem sucht er nach Antikörpern gegen Gliadine. Diese Bestandteile des Glutens kommen im Weizen vor. Weiters wird eine Gewebeprobe der Dünndarmzotten entnommen und auf Entzündungsreaktionen untersucht. Ist der Befund positiv auf Zöliakie, so hilft nur eine Ernährungsumstellung bei der man auf Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer und Grünkern verzichtet. Diese Nahrungsmittel können aber durch glutenfreie Lebensmittel wie Mais, Reis, Buchweizen, Quinoa, Hirse oder Kartoffeln ersetzt werden. Glutenfreies Bier wird inzwischen auch angeboten. Eine entsprechende Umstellung der Ernährung ist also nicht zwangsläufig mit einer Reduktion der Lebensqualität verbunden.

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