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Laktoseintoleranz

Nahrungsmittelintoleranzen

Die Laktoseintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktose). Dabei fehlt das Verdauungsenzym Laktase im Dünndarm und Laktose kann vom Körper schlichtweg nicht mehr aufgenommen werden.

Was ist eine Laktoseintoleranz?

Die Laktoseintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktose). Dabei fehlt das Verdauungsenzym Laktase im Dünndarm und Laktose kann vom Körper schlichtweg nicht mehr aufgenommen werden. Es handelt sich also um keine Nahrungsmittelallergie, sondern um einen Enzymmangel. Laktose besteht aus Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Werden diese Bestandteile nicht gespalten, so bauen Bakterien im Dickdarm den Milchzucker ab und Gärgase sowie Gärsäuren entstehen. Konsumieren Betroffene laktosehaltige Lebensmittel kann dies zu Blähungen, Bauchkrämpfen, Übelkeit oder Durchfall führen. Treten keine Symptome auf, dann wird von einer Laktosemalabsorption gesprochen. Fast ¾ der Erwachsenen weltweit haben eine Laktoseintoleranz! In Südostasien und China sind über 90 % der Bevölkerung laktoseintolerant. Am anderen Ende der Skala finden sich die Schweden mit gerade einmal zwei Prozent ein.

Wie entsteht eine Laktoseintoleranz?

Ursprünglich konnten Menschen den Milchzucker nur während der Stillzeit verdauen. Durch die Etablierung der Viehzucht haben auch Erwachsene mit der Aufnahme von Milch begonnen. Man schätzt, dass diese Entwicklung in der Jungsteinzeit seinen Anfang nahm. Gesellschaften mit einer langen Milchwirtschaftstradition, wie in Nordeuropa, haben genetische Mutationen entwickelt, wodurch auch im Erwachsenenalter ausreichend Laktase gebildet wird. Beim Großteil der Menschheit verringert sich aber die Aufnahmefähigkeit von Lakatse nach dem Abstillen auf etwa 10 % des Ausgangswertes. Dies wird als primäre Laktoseintoleranz bezeichnet. Bei der sekundären Laktoseintoleranz ist die Milchzuckeraufnahme meist nur vorrübergehend eingeschränkt. Infektionen, Morbus Crohn oder Operationen können Ursache dafür sein. Nach einer erfolgreichen Therapie können Milcherzeugnisse meist wieder beschwerdelos genossen werden. Sehr selten ist der angeborene Laktasemangel. Dabei haben Säuglinge schon beim Stillen Beschwerden und können durch die mangelnde Aufnahme von Nährstoffen und Flüssigkeit in ihrer Entwicklung großen Schaden nehmen.

Was können Betroffene tun?

Natürlicher Laktasemangel ist nicht heilbar. Die Beschwerden können aber durch eine gezielte Ernährungsumstellung vermieden werden. Auch die Einnahme von Laktase ist möglich. Soja-, Mandel oder Getreidemilch gewährleisten ebenso eine adäquate Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Kalzium wie Kuhmilch. Stellt man seine Ernährung um, dann sollte man darauf achten, dass Laktose auch in Broten, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, Wurst, Marinaden, Teigen, Süßem und Instantsuppen enthalten ist.

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