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Nordische Weltmeisterschaft 2019

Das Hotel für die norwegische Nationalmannschaft in Leutasch oder Seefeld zu buchen, das war für den Trainer offenbar keine Frage: Der Leutascherhof überzeugte mit Kompetenz, Flexibilität und nicht zuletzt mit Bioqualität. Die Norweger reservierten das über die Grenzen hinaus bekannte Langlaufhotel exklusiv – und Christian Wandl erzählt von den spannenden Vorbereitungen.

Das Hotel für die norwegische Nationalmannschaft in Leutasch oder Seefeld zu buchen, das war für den Trainer offenbar keine Frage: Der Leutascherhof überzeugte mit Kompetenz, Flexibilität und nicht zuletzt mit Bioqualität. Die Norweger reservierten das über die Grenzen hinaus bekannte Langlaufhotel exklusiv – und Christian Wandl erzählt von den spannenden Vorbereitungen.

„Der nordische Sport mit seinen verschiedenen Disziplinen hat in Norwegen denselben Kultstatus wie in Österreich der alpine Skilauf oder Fußball“, berichtet Christian Wandl. „Die Fangemeinde ist riesig und dementsprechend bedeutend sind die Sponsoren. Die nordische Weltmeisterschaft ist das wichtigste sportliche Ereignis im Jahr! Wenn nun die prominentesten Sportler eines Landes in einem Hotel in Leutasch Station machen, so wirbelt das doch ganz schön Staub – pardon, Schneeflocken – aufm, oder?

Hallo Christian, das norwegische Team hat dein Hotel zwei Wochen lang exklusiv gebucht. Wie kam es dazu?

Der Leutascherhof ist ja schon seit vielen Jahren als Hotel für Langläufer bekannt. Das allein war es aber nicht, wie so oft hat uns der Zufall in die Hände gespielt. Der Trainer der norwegischen Mannschaft fragte einen Bekannten nach einer Hotelempfehlung. Und wir konnten gleich beim ersten Kontakt überzeugen. Die Norweger wollten ein Haus für sich, ohne andere Gäste oder Teams, das konnten wir, nicht zuletzt aufgrund des Verständnisses unserer Stammgäste, zusagen. Bei uns ist nichts ein Problem, wir stellen uns in der Zeit ganz auf die Bedürfnisse der Spitzensportler ein.

Inwiefern hat der Biogedanke bei der Entscheidung für den Leutascherhof mitgespielt?

Bio hat die Entscheidungsträger von Anfang an fasziniert, weil die Ernährung für Sportler ja enorm wichtig ist. Das Team bringt einen eigenen Koch mit, der mit unserem Küchenchef nach dessen Vorgaben kocht. Für unser Küchenteam ist das sowas wie ein Crash-Kurs in Sporternährung, alle sind schon freudig gespannt, was sie da Neues lernen können. Es werden die Produkte unserer Bio-Lieferanten verwendet, die einzige Ausnahme ist der Lachs. Den bringt einer der wichtigsten Sponsoren an jedem zweiten Tag frisch aus Norwegen in die Hotelküche.

Der Leutascherhof befindet sich nicht im Veranstaltungsort Seefeld. Wieso kommen die Norweger trotzdem zu euch?

Der Leutascherhof ist nur sieben Kilometer von Seefeld entfernt. Die Sportler wollen dem Trubel in Seefeld entgehen und sich voll auf das Training und die Wettkämpfe konzentrieren. Die Langlaufloipe geht direkt vor unserem Haus vorbei, das finden sie toll, denn sie laufen auch außerhalb des offiziellen Trainings sehr viel. Auf den Leutascher Loipen kann man demnächst also nordischen Weltmeistern begegnen!

Verwandelt sich der Leutascherhof in einen Hochsicherheitstrakt, wenn so viele Prominente anwesend sind?

Sicherheit ist ein sehr großes Thema, das Haus wird während des Aufenthalts nur mit einer speziellen Akkreditierung zugänglich sein. Also einfach vorbeikommen und Weltmeister schauen, das geht leider nicht. Die Angst vor Erkrankungen ist sehr groß und auch die Dopingkontrolle spielt eine entscheidende Rolle. Sogar die täglichen Fernsehübertragungen des norwegischen Rundfunks kommen direkt aus unserem Hotel. Die Athleten wollen nicht ins Studio nach Seefeld, also bekommen wir im Garten ein Open Air Studio, aus dem die Interviews mit den Sportlern gesendet und in dem die Pressekonferenzen abgehalten werden. Deshalb wird gerade eine Hochleistungs-Internetverbindung im Haus errichtet.

Haben die nordischen Meister sonst auch noch spezielle Extrawünsche?

Zwei Dinge finde ich ganz lustig. Erstens müssen alle Zimmer Holzböden haben, damit die Feinstaubbelastung so gering wie möglich ist. Zweitens benötigen die Skispringer einen großen Raum, in dem Tische mit Nähmaschinen installiert werden. Sie nähen sich die Anzüge nämlich selbst, mit der Maschine und mit der Hand. Ein paar Gramm mehr oder weniger auf der Waage, da muss der Anzug neu genäht werden. Es geht darum, die Möglichkeiten bei der Bekleidung so weit wie möglich auszureizen. Wir bekommen da einige Ballen Stoff geliefert.

Lieber Christian, das ist ja auch eine ganz schöne Herausforderung für dich und dein Team!

Ja und wir nehmen diese sehr gerne an. Immerhin werden, wenn alles gut geht, die meisten Goldmedaillen-Gewinner bei uns im Leutascherhof wohnen. Die Sportler freuen sich schon sehr auf die Bewerbe in Seefeld und den Aufenthalt bei uns. Sie sagen selbst, so schön, wie sie es bei uns haben, hatten sie es noch nie. Diese Exklusivität ist ja nicht selbstverständlich. Das Wachsteam kommt sogar schon eine Woche früher, um täglich den Schnee zu prüfen und das optimale Skiwachs für jeden Wettbewerb zu finden.

Sind deine Stammgäste nicht traurig, weil sie vom 19. Februar bis 3. März nicht bei dir Urlaub machen können?

Die Gäste, denen wir es erklärt haben, freuen sich mit uns. Es gibt vor- und nachher noch genügend Gelegenheit, einen wunderschönen Urlaub in der Tiroler Langlaufregion Nummer eins zu verbringen. Außerdem ist es ja auch ein tolles Gefühl, auf „vergoldeten“ Loipen zu laufen und zu wissen, dass die Profis halt doch lieber gleich nach Leutasch statt nach Seefeld gehen (lacht)!“

Na dann wünschen wir dir und deinem Team schon jetzt alles Gute bei den Vorbereitungen und eine tolle Zeit mit den nordischen Supersportlern aus Norwegen!

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