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Winterspiele 1964 und 1976

Sportgeschichte in Innsbruck und Seefeld

Leutasch gilt als größtes und schönstes Langlaufgebiet in Europa. Bereits drei Mal – 1964, 1976 und 2012 – war der Nachbarort Seefeld Olympiaaustragungsort der nordischen Bewerbe, 1985 Gastgeber der Nordischen Skiweltmeisterschaft.

 

Leutasch gilt als größtes und schönstes Langlaufgebiet in Europa. Bereits drei Mal – 1964, 1976 und 2012 – war der Nachbarort Seefeld Olympiaaustragungsort der nordischen Bewerbe, 1985 Gastgeber der Nordischen Skiweltmeisterschaft.

Bei der Wahl zum Austragungsort für die Olympischen Spiele 1964 setzte sich Innsbruck klar gegen Calgary und Lahti durch. Das Wetter war zur Zeit der Winterspiele in Tirol überdurchschnittlich warm, sodass das Österreichische Bundesheer helfend eingreifen musste. Es brachte 20.000 Eisblöcke zu den Rodelbahnen und 40.000 m³ Schnee zu den alpinen Skistrecken. 

Österreich belegte im Medaillenspiegel den zweiten Platz, die Schweiz blieb gänzlich ohne Medaille. Überragend zeigte sich die Sowjetunion an der Spitze mit mehr als doppelt so vielen Medaillen wie Österreich. Die Langlauf- und Skisprungdisziplinen wurden allesamt in Seefeld ausgetragen. Im Langlauf waren die Sowjetunion, Norwegen und Finnland führend, beim Skispringen die Athleten aus der DDR und Österreich.

Olympische Winterspiele 1976

1976 hatte man sich ursprünglich gar nicht für die Olympischen Winterspiele beworben. Bei der Wahl 1970, an der Innsbruck nicht teilnahm, setzte sich eigentlich Denver durch. Nachdem die Kosten für die Austragung aber mehr als das dreifache der geplanten Investitionen zu überschreiten drohten und sich die Bevölkerung von Colorado in einem Referendum gegen die Spiele aussprach, wurden die Winterspiele neu ausgeschrieben. In Lausanne 1973 bewarben sich dann Innsbruck, Lake Placid, Tampere und Chamonix um die Spiele. Innsbruck bekam den Zuschlag und durfte zum zweiten Mal Olympische Winterspiele austragen. 

Auch 1974 war die Wetterlage wieder problematisch. Erst eine Woche vor Beginn der Spiele begann es endlich zu schneien. Die nordischen Bewerbe fanden wieder in Seefeld statt. Man verkürzte einige Strecken, damit die Läufer öfter das Stadion passieren mussten. Das Skispringen auf der Normalschanze und das Kombinationsspringen fanden auf der Toni-Seelos-Olympiaschanze statt. Toni Seelos war der Erfinder des Parallelschwungs. Er durfte aufgrund seiner professionellen Tätigkeit als Skilehrer nicht an den Winterspielen teilnehmen. 

Beim olympischen Slalom in Garmisch war er daher nur Vorläufer,  unterbot die Zeit des Olympiasiegers jedoch um sechs Sekunden! Im Medaillenspiegel lag auch diesmal die Sowjetunion klar voran, gefolgt von BRD und USA. Franz Klammer gewann sein legendäres Abfahrtsgold und bei den Nordischen Disziplinen in Seefeld gab es eine kleine Sensation, als der völlig unbekannte Amerikaner Bill Koch die Silbermedaille holte.

Olympiaregion Seefeld-Leutasch heute

Als zweifacher Austragungsort der Nordischen Disziplinen Olympischer Spiele ist die Region Seefeld auch heute ein Wunschtraum für Langläufer. Insgesamt 279 km Loipen auf modernstem Stand stehen den Sportlern zur Verfügung. Davon sind 154 km Klassik- und 125 km Skatingstrecken. Mit zwei Nachtloipen und einer Hundeloipe bietet man darüber hinaus mehr als nur das Übliche. Die Höhenlage zwischen 1.180 m und 1.550 m garantiert stabile Schneeverhältnisse und die Bedingungen vor Ort sind optimal. Nationalmannschaften führender Länder machen hier regelmäßig Station, um sich für die Nordische Skisaison vorzubereiten.

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