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Themenwege in der Olympiaregion

Gaistal, Geisterklamm und Bienenlehrpfad

Das Gaistal ist eine wildromantische Gegend. Die unberührte Natur erstreckt sich vom Ortsteil Klamm in Oberleutasch westwärts bis in die Berge zwischen Mieminger Kette und Wettersteingebirge...

 

Gaistal

Das Gaistal ist eine wildromantische Gegend. Die unberührte Natur erstreckt sich vom Ortsteil Klamm in Oberleutasch westwärts bis in die Berge zwischen Mieminger Kette und Wettersteingebirge. Die fünf Parkplätze zwischen Klamm und dem Ende der öffentlichen Straße sind zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen zu den neun bewirtschafteten Almen und vielen Berg- und Schutzhütten. Schroffe Kare, grün schimmernde Hochalmen und weißlich graue Felsen sind stetige Begleiter der Wanderer. Entlang des türkis schimmernden Wassers der Leutascher Ache geht oder fährt man (mit dem Fahrrad) durch das Tal bis zum Igelsee, wo der Wildbach aus dem Breitenkopfkar entspringt. Rehe, Gämse, Hirsche, Steinadler und mit etwas Glück auch Bartgeier gehören zu den Tieren, die man hier antreffen kann. Auch Murmeltiere leben recht zahlreich zwischen Rotmoosalm und Hochfeldernalm. Von den zahlreichen Routen sei hier der Ganghoferweg erwähnt. Er beginnt am Parkplatz beim Salzbach und führt nach einem kurzen Anstieg auf einem gemütlichen Weg zur Gaistalalm und weiter zur Tillfußalm die sich unterhalb des Jagdhauses Hubertus befindet. Dieses Jagdhaus war einer der Lieblingsorte des deutschen Schriftstellers Ludwig Ganghofer der hier seinen berühmten Roman das Schweigen im Walde verfasste. Gehzeit ca. 1 ¾ Stunden.

Leutascher Geisterklamm

In der Geisterklamm warten Höllenwasser, Hexenkessel, Geistergumpen und eine Erlebniswelt aus Wasser und Stein auf die Besucher. Es ist das Reich des Klammgeistes und seiner Kobolde. Über die imposante Schlucht der reißenden Leutascher Ache führt ein spektakulärer Stahlsteg. Ein kühner Steig gewährt Einblicke in das bis zu 75 m tiefe Reich des Klammgeistes. Drei Wege führen durch die Klamm:

Klammgeistweg (3.000 m Länge)
Der Klammgeistweg verläuft vom Parkplatz im Leutascher Ortsteil Schanz nach 600 m in die Klamm. Dort führt eine ausgesetzter 800 m langer Steg bis zur Panoramabrücke. Auf einem Forstweg geht es wieder zum Parkplatz zurück. Schautafeln erzählen allerlei Geheimnisvolles aus dem Reich des Klammgeistes. Gehdauer ca. 1 Stunde. Kostenlos.

Koboldpfad (1.900 m Länge)
Der Koboldpfad beginnt beim Klammkiosk in Mittenwald und führt über den Gletscherschliff zur Leutaschklamm. Dort trifft er an der Panoramabrücke auf den Klammgeistweg. Zurück geht es durch die nordseitigen Klammhänge bis zum Ausgangspunkt. Entlang dieses Pfades berichten Kobolde von Gletschern und Gesteinen. Gehdauer ca. 1 Stunde. Kostenlos.

Wasserfallsteig (500 m Länge)
Von einer Brücke am Ortseingang von Mittenwald aus erreicht man
nach einem ca. 500 m langen Fußweg die Klamm. Nur drei Meter über dem Wasser führt der Steig zum gewaltigen 23 m hohen Wasserfall. Parkplätze sind am Ortseingang von Mittenwald vorhanden. Erwachsene € 2,-, Kinder € 1,-.

Bienenlehrpfad Reith

Der Reither Bienenlehrpfad mit seinem Bienenhotel ist einzigartig und gibt einen Einblick in das geheimnisvolle Leben der Honigbiene, der Solitärbiene und der Hummel. Der Weg führt entlang des Reither Waldweges. Er beginnt bei der Kneippanlage St. Florian, führt vorbei am Kaltwasserbach und endet am Niederbach und dem Ichthyolwerk. 10 Schautafeln zeigen auf anschauliche Weise interessante Erkenntnisse über die fliegenden Insekten. Im Bienenhotel kann durch ein Glasfenster das bunte Treiben im Bienenstock gefahrlos beobachtet werden. Die Biene ist eines der wichtigsten Nutztiere des Menschen. Durch Gärung von Honig, Wasser und Hefe wurde bereits 5500 vor Christus Met (Honigwein) hergestellt. Der Fortbestand der Menschheit ist eng mit den Bienen verbunden. Schon Albert Einstein soll einst bemerkt haben: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben.“ Die Beziehung zwischen Bienen und Blumen ist eine Jahrmillionen alte Symbiose. Die Biene nimmt den Nektar der Blüten als Nahrung auf, dabei bleiben die Pollen der Blüte an ihr hängen, welche die Biene dann weiter trägt und damit andere Blüten bestäubt. Auf Anfrage beim Informationsbüro Reith werden auch Führungen von einem Imker angeboten. Der Bienenlehrpfad Reith bietet spannende Naturkunde für die ganze Familie!


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