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Unser Wanderführer Andreas

Ein Interview auf den Spuren des Wanderglücks

"Für mich liegt der Reiz des Wanderns darin, die Natur besser zu sehen, zu verstehen und das bei meinen Wanderungen zu vermitteln."

 

Lieber Andreas, seit wann bist du Wanderführer und wie hat deine Tätigkeit begonnen?
Begonnen habe ich beim Bundesheer als Heeresbergführer. Nach 4 Jahren wollte ich dann in den zivilen Bereich wechseln und habe für die Alpinschule Innsbruck als Bergführer im Ausland gearbeitet. Dabei bin ich viel rumgekommen. Ich habe Berge in Südamerika, Afrika, auf den Kanaren und Azoren sowie in Pakistan bestiegen. 1997 bin ich wieder nach Tirol zurückgekehrt.

Ich stamme ursprünglich aus dem Oberland, habe aber auch viel Zeit hier an der Leutasch verbracht. Durch Zufall bin ich auf Christian Wandl gestoßen, der als einer der ersten hier mit Wanderführern zusammengearbeitet hat. Seitdem bin ich für den Leutascherhof als ausgebildeter Berg- und Naturführer tätig. Nebenbei war ich auch noch lange Zeit in der Lawinenhundestaffel aktiv.

Was macht für dich den Reiz des Wanderns aus?
Für mich liegt der Reiz des Wanderns darin, die Natur besser zu sehen, zu verstehen und das bei meinen Wanderungen zu vermitteln.

Was können die Gäste von einer Tour mit dir erwarten?
Ich mache hauptsächlich Tagestouren im Wettersteingebirge. Dafür genügt eine durchschnittliche Kondition, aber man sollte schon trittsicher sein. Bei meinen Wanderungen lernt man den Berg auf allen Ebenen kennen. Ich vermittle geologisches, pflanzliches und allgemeines Wissen auf dem Weg und kenne die Region wie meine Westentasche.

Die Gäste können dabei vom Alltagsstress abschalten. Es ist ein ganzheitliches Bergerlebnis. Eine Hütteneinkehr ist immer dabei. Die Hütten sind klein und familiär und runden das Bergerlebnis mit regionalen Speisen und echter Gastfreundschaft ab.

Was ist das Besondere beim Wandern rund um den Leutascherhof?
Das Leutaschtal ist zuerst einmal wunderschön gelegen. Hier herrscht eine außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt. Es gibt hier zum Beispiel einzigartige Hochmoore. Es klingt vielleicht etwas exotisch, aber rund um das Leutaschtal gibt es die höchste Artenvielfalt an Orchideen in den Alpen. Die Natur scheint sich hier noch voll entfalten zu können. Außerdem ist alles sehr nah, egal welche Art von Wanderung man machen möchte. Weiters ist das Gebiet geologisch höchst interessant. Hier kann man alle Stufen der Alpenentstehung im Gestein nachvollziehen.

Magst du uns deine beiden Lieblingstouren nennen?
Ich gehe sehr gern in das Puittal. Es ist von der Gehrenspitze und dem südlichen Schüsselkar eingerahmt und bietet eine unglaubliche pflanzliche und geologische Vielfalt. Mein zweiter Favorit ist die Hohe Munde. Es ist ein mächtiger Berg mit fast 2.700 m und der Hausberg des Leutaschtales.

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