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Wenn Essen zum Problem wird

Nahrungsmittelintoleranzen

Bei Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel oder darin enthaltene spezifische Inhaltsstoffe spricht man von Nahrungsmittelintoleranz. Dabei kann man nicht-toxische Reaktionen (Allergie) und nicht-allergische Reaktionen (Intoleranz) unterscheiden.

 

Was ist eine Nahrungsmittelintoleranz?

Bei Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel oder darin enthaltene spezifische Inhaltsstoffe spricht man von Nahrungsmittelintoleranz. Dabei kann man nicht-toxische Reaktionen (Allergie) und nicht-allergische Reaktionen (Intoleranz) unterscheiden. Der zugrunde liegende Mechanismus kann in Form von Enzymopathie (Enzymdefekte oder -Mangel), pharmakologische Intoleranz (z.B.: Histamin) oder pseudoallergische Reaktion (Allergiesymptom, obwohl keine Allergie besteht) auftreten. Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind im Gegensatz zu Allergien nicht besonders häufig. Während nur zwei bis vier Prozent der Bevölkerung Österreichs und Deutschlands an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, sind es für Heuschnupfen beispielsweise 15 bis 20 Prozent.

Was sind die häufigsten Nahrungsmittelintoleranzen?

Klar führend in der Statistik der häufigsten Intoleranzen ist Lactoseintoleranz. Sie gehört zur Gruppe der Enzymopathien und ist auf eine Unverträglichkeit von Milchzucker zurückzuführen. Schuld daran ist ein Fehlen bzw. eine zu geringe Konzentration des Enzyms Laktase im Körper. Milchzucker kommt unverdaut in den Dickdarm und führt zu Beschwerden.

Die Fructoseintoleranz kann als angeborener Gendefekt oder Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fructosemalabsorption) auftreten. Beim Gendefekt fehlt ein Leberenzym und Betroffene haben Magen-Darm-Probleme, einen niedrigen Blutzuckerspiegel und Leberfunktionsstörungen.

Die Histaminintoleranz wird durch einen Mangel oder ein Fehlen des Enzyms Diaminoxidase ausgelöst. Histamin gelangt über die Nahrung in den Blutkreislauf und führt bei Intoleranz zu Margen-Darm-Beschwerden. Glutenintoleranz oder Zöliakie führt zu einer Entzündung bzw. Veränderung der Dünndarmschleimhaut. Bei Zöliakie ist der krankheitsverlauf chronisch und die Darmschleimhaut kann nur noch mangelhaft wichtige Nährstoffe aufnehmen.

Welche Symptome sind typisch für Nahrungsmittelintoleranzen?

- Hautreaktionen (Juckreiz, Hautrötungen,...)
- Beschwerden des Verdauungstraktes (Bauchschmerzen, Durchfall,...)
- Atembeschwerden- Kopfschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Koliken
- Schnupfen
- Haut- sowie Schleimhautschwellungen (Angioödeme)
- Nesselsucht

Wenn diese Symptome nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel bemerkt werden, sollte man einen Arzt aufsuchen. Falls der Befund positiv ausfällt, ist eine Ernährungsberatung mit einer langfristigen Umstellung der Ernährung unumgänglich.

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