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2020/2021

Die Berggitsch‘n

3 MÄDELS. 1 LEIDENSCHAFT. DER WEIN.

 

Man nehme drei ambitionierte Diplom-Sommelièren aus Tirol, den Kellermeister eines gräflichen Weinguts in Niederösterreich und jede Menge Experimentierfreude. Das Ergebnis ist ein überaus süffiges Cuvée, das Herz und Gaumen von Weinliebhabern im Sturm erobert. Eveline Wandl plaudert heute über die Berggitsch’n und ihren ersten gemeinsamen Coup.

Servus Eveline, wie bist du auf die Idee gekommen, ein Cuvée zu kreieren?

Vor rund sieben Jahren habe ich die Ausbildung zur Diplom-Sommelière gemacht. Wer sich so viel mit Wein beschäftigt wie ich, bekommt natürlich auch Lust, kreativ damit umzugehen. Die Initialzündung erfolgte bei unserem Besuch im Schlossweingut Graf Hardegg im nördlichen Weinviertel. Der Kellermeister und Betriebsleiter, Andreas Gruber, hatte im Laufe einer ausgiebigen Weinverkostung die Idee, mal etwas gemeinsames zu machen. Damit traf er bei mir voll ins Schwarze, das wollte ich unbedingt ausprobieren! Die Richtung, in die unser Cuvée gehen sollte, war rasch definiert. Es sollte frisch, knackig, leicht zu trinken, kurzum süffig sein.


Kannst du uns erklären, wie das Berggitsch’n Cuvée zusammengestellt wird?

Ein Cuvée ist die Melange verschiedener Rebsorten, die in der Kombination das Beste der jeweiligen Sorte hervorbringen soll. Deshalb haben wir zunächst überlegt, welche Rebsorten harmonieren. Mitte März sind wir nach Niederösterreich gefahren, haben die fertigen Weine probiert und die Vier für uns passenden ausgewählt. Danach ging es um das perfekte Mischungsverhältnis. In Reagenzgläsern wurden prozentual verschiedene Verhältnisse hergestellt und so nach und nach das Cuvée entwickelt, das wir uns vorgestellt haben. Schlussendlich haben wir 30 % frischen Grünen Veltliner, 40 % kräftigen Grünen Veltliner, 20 % Riesling und 10 % Chardonnay vereint. Der Grüne Veltliner sorgt für angenehme Säure, der Riesling für Duft und Körper, der Chardonnay für Cremigkeit.


Wieso trägt das Cuvée den Namen Berggitsch’n? Und was heißt das überhaupt?

Wie du weißt, war ich nicht allein an der Entstehung des Cuvées beteiligt. Die Umsetzung erfolgte mit zwei Freundinnen, die ich im Sommelier-Kurs kennengelernt habe. Nachdem wir alle drei aus Tirol kommen, wollten wir unbedingt den Bezug zu den Bergen herstellen. B steht für Brigitte Hafele, E für Eveline Wandl, R für Rosa Besler und G für Gitsch’n – das ist das Tiroler Dialektwort für junges Mädchen! Was übrigens am Rande recht lustig ist: Der Standort des Schlussweinguts Graf Hardegg ist Seefeld-Kadolz und wir leben ja auch bei Seefeld. Berge und Wein passen also sogar in der Herkunft zusammen.


3 Mädels. 1 Leidenschaft. Der Wein. Wie ist das Etikett entstanden?

Uns war wichtig, dass das Cuvée und seine Besonderheiten sofort erkennbar sind. Drei Mädels haben es kreiert, die Leidenschaft für Wein verbindet uns und wir kommen aus den Bergen. Das sollte alles auf einen Blick wahrnehmbar sein. Einen ersten Entwurf habe ich selbst skizziert, die professionelle Umsetzung hat unser Grafiker übernommen. Vielleicht hast du auch das Herz aus Holz gesehen, auf dem unsere Namen eingebrannt sind – jede der drei Berggitsch’n hat ein solches Herz bei sich zu Hause.


Wie kam das Cuvée bei den Kunden an und wird es weitere Berggitsch’n Cuvées geben?

Der Verkauf ist sensationell gestartet. Das hätten wir nicht erwartet, bestätigt aber unsere sorgfältige Arbeit und Intuition. Von Ende Mai bis jetzt haben wir über 500 Bouteille-Flaschen mit 0,75 l Inhalt verkauft, jetzt haben wir noch einmal 800 Liter nachbestellt. In dieser Woche kommt die Fassprobe und wenn alles passt, wird danach abgefüllt. Aber auch unsere Gäste im BIO Hotel Leutascherhof sind begeistert. Viele trinken eine Flasche zum Essen und nehmen dann bei der Abfahrt einen Karton mit. Ob es weitere Berggitsch’n Cuvées geben wird? Ja, wir planen die Fortsetzung unseres Projekts mit Rotweinen. Derzeit sind wir auf der Suche nach einem Weingut, das diese Idee mit uns umsetzen will und kann.


Thema Weinbegleitung: Wozu empfiehlst du den Berggitsch’n Cuvée?

Dieser Wein ist, wie wir es intendiert haben, ein schöner Allrounder, der zu vielen Speisen passt. Ich persönlich trinke ihn am liebsten zu Fischgerichten. Allerdings eignet er sich auch für den Genuss am Abend, auf der Terrasse, man muss nicht unbedingt etwas dazu essen. Der Charakter dieses Cuvées ist so rund und süffig, der passt einfach mit und ohne Speisen.


Was kostet der Berggitsch’n Cuvée und kann man ihn auch per Post bekommen?

Die Flasche kostet 11,20 Euro und versendet werden sechs Flaschen im Karton. Die Versandkosten variieren je nach Region, innerhalb Österreichs ist es günstiger als nach Deutschland oder in andere Länder. Bestellungen nehme ich sehr gerne entgegen, eine kurze E-Mail an berggitschngmailcom oder ein Anruf genügen.


Zuletzt eine Frage zur Provenienz – bitte erzähle etwas über das Schlossweingut Graf Hardegg

Das Schlossweingut liegt etwa 75 Kilometer nördlich von Wien im Weinbaugebiet Weinviertel. Rund um das Schloss und im Pulkautal werden 35 Hektar Rebflächen kontrolliert organisch-biologisch bewirtschaftet. Die kalkhaltigen Sedimentations- und Rohgesteinsböden mit hohem Sandanteil und das kontinental-pannonische Klima verleihen den Weinen ihren typischen Charakter. Mit 56 % ist der Grüne Veltliner die Hauptrebsorte, dann folgen der Rheinriesling mit 13 % und der Chardonnay mit 4 %. Die Rotweinsorten Pinot Noir, Zweigelt und der seltene Viognier bilden gemeinsam 23 %. Was ich besonders schön finde: Durch die Begrünungseinsaat wird Bodenerosion vermieden, Humusaufbau und Biodiversität gefördert. Ein Bio-Weingarten ist für die Natur und damit auch den Menschen aus mehreren Perspektiven sehr wertvoll!


Liebe Eveline, danke fürs Gespräch, weiterhin viel Erfolg und Prost – auf die Gesundheit!

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